An dem Tag nach dem großen Unwetter, dass vornehmlich über Norddeutschland hinwegzog, fanden die Meisterschaften für Norddeutschlands Beste statt. In der schönen Hansestadt Lübeck liegt das Stadion Buniamshof eingebettet am Rande eines Parks unweit des Trave-Kanals.

Gleich zu Beginn des Tages wärmte sich Jette Ball auf, die eine schlaflose Nacht und einen noch nervöseren Morgen hinter sich hatte. Zu Recht, denn sie ging über die 400 m Hürden zum allerersten Mal an den Start! Gebeutelt von zwei grippalen Infekten in den Wochen zuvor war die Vorbereitung auf diesen Saisonhöhepunkt alles andere als optimal. Nur über eine "wild card" war sie überhaupt zugelassen worden. Dafür ging sie mutig in ihrem Lauf die ersten Hürden an, ließ sich nicht irritieren, dass sie allzu oft mit ihrem "falschen" Bein die Hürden überquerte und wurde dafür als Lauf-Dritte belohnt. Am Ende bedeutete das ein überraschender achter Platz und die Erleichterung und Freude darüber war riesengroß.

Mittags reiste unser Aushängeschild im Diskuswurf, Marielle Sibinski, an. Bei den Frauen war sie Mitfavoritin auf den Titel und warf auch gleich ihre Standardweiten, mit der sie aber nur bedingt zufrieden war, denn ihre fehlen momentan die Ausreißer. Die 47,38 m bedeuteten den zweiten Platz und auf dem Siegertreppchen konnte sie doch wieder lächeln!

Abends ging Jette erneut in den Startblock: auf ihrer neuen Paradestrecke, die 400 m, startete sie auch hier auf der Außenbahn und musste damit allen davonrennen. Das tat sie auch mit ihrem herrlich langen Schritt und bei 200 m ging sie mit nahezu Bestzeit durch und da war klar, dass sie dieses Tempo nicht durchhalten konnte. Auf der Zielgeraden war dann der Tank leer und sie zahlte Lehrgeld. Am Ende war es für sie aber ein hübscher 12. Platz von 20 gemeldeten Teilnehmerinnen.

Mädels, wir sind stolz auf euch! <SG>

Leider nur ein einziger Teilnehmer vom TSV Rudow startete am Wochenende in Hohen Neuendorf bei den Berlin-Brandenburgischen Meisterschaften der U18: Niklas Griese.
 
In seiner neuen Lieblingsdisziplin 200m sollte ihn endlich mal günstiger Wind zu einer schönen Zeit verhelfen. Dies gelang mit Abstrichen: 24,89s standen am Ende in der Ergebnisliste, leider bei einem Rückenwind von 2,4 m/s, was etwas zu viel für eine offizielle Anerkennung ist. Damit wurde er Zwölfter.

Gleich darauf ging es zum Weitsprung. Da brauchte er einige Durchgänge, bis er sich vom Langsprint erholt hatte. Den Vorkampf überstand er als Achter und gewann drei somit weitere Versuche. Diese nutzte er zu einer Steigerung auf fast Bestweite und strahlte schließlich bei 5,22m über seinen sechsten Platz!

Jette schafft die Quali zu den NDM!

Eine Woche nach unserem auch wettertechnisch gelungenem SaisonStart stand beim OSC der nächste Test an.
Bei wieder viel zu kühlen und anfänglich auch feuchten Bedingungen gingen drei unserer jugendlichen Hoffnungsträger an den Start.


Skipp Ingenlath-Gerken testete sich über seine neue Hürdenstrecke, den 80m. Sehr schade war, das sein einziger gemeldeter Gegner zurückzog und er nun allein gegen die Uhr laufen musste. Dabei gab es gleich zwei Läufe: einen Vorlauf, bei dem er gleich in die zweite Hürde trat und stürzte und nach aufmunternden Rufen von der Tribüne sich aufrappelte und ins Ziel lief, und einen Finallauf, wo er es besser machte und sturzfrei durchlief. Seine 100m gewann er dann gegen einem Gegner, aber wegen des furchtbaren Wetters unter Wert. Was bleibt, sind wertvolle technische Erkenntnisse für das nächste Training.


Niklas Griese lief erneut die 100m und wollte den "gestohlenen" Lauf beim
SaisonStart wiederholen, was bei miesem Gegenwind und eher schlechterem Start misslang. Dagegen liefen die 200m umso besser: immer noch mit leichtem Gegenwind (-1,1m/s) stürmte er unwiderstehlich zu neuer Bestzeit: 25,97s!


Auch Jette Ball kämpfte mit den widrigen Bedingungen, erwischte erneut
hässlichen Gegenwind (-2,4m/s) und konnte sich dennoch über die 100m gegenüber voriger Woche um eine Zehntel Sekunde verbessern. Einen fulminanten Lauf legte sie dann aber über die Stationrunde hin: eine Gegnerin mit ihrer Wunschzeit genau eine Bahn vor ihr sollte sie bis 200m auflaufen und dann vorbeiziehen.
Exakt so lief sie und wehrte den Gegenangriff bis ins Ziel bravurös ab. Lohn dafür waren 64,22s und die Qualifikation zu den Norddeutschen Meisterschaften der U18! <SG>

Ferienstarts unserer U18
 
Unsere einzigen derzeit wettkampf-aktiven Jugendlichen Jette Ball und Niklas Griese fuhren am ersten Sommerferiensamstag nach Hakenfelde in eines der wohl schönsten Leichtathletikstadien Berlins. Bei unseren guten Freunden vom VfV Spandau wurden wir gewohnt herzlich empfangen.
Das Wetter spielte einigermaßen mit und bei teils sonnigen 20° C herrschten zeitweise optimale Bedingungen.
 
Niklas startete als Jüngster im 100 m-Starterfeld und ließ sich zur erneuten persönlichen Bestzeit ziehen: 12,75 s!
Nach einer guten Stunden Erholungspause wagte er sich auf der für ihn unbekannten Langsprintstrecke 200m. Sein Start war außerordentlich spritzig und deswegen konnte er in der Kurve gut mit seinen beiden Kontrahenten mithalten. Im Ziel wurde die gute Zeit von 26,59 s gemessen.
 
Jette musste nach erneuter Erkältung und hartnäckigem Husten schweren Herzens auf ihren 100 m-Start sicherheitshalber verzichten. Dafür konzentrierte sie sich auf die für sie immer noch neue, weil selten betriebene, Disziplin Diskuswerfen. Beim Einwerfen und den ersten Versuchen im Wettkampf kämpfte sie mit sich, ihrer unfertigen Technik und dem seifigen Ring. Erst als ihr Trainer sie wegen des Anfeuerns von Niklas verließ, gelang ihr der weiteste Wurf auf exakt 20,00 m.

So ging sie dann doch gut gelaunt in ihrer neue Lieblingsdisziplin, das Kugelstoßen. Ihr gelang dabei zwar keine erneute Bestweite (diesmal 8,10m), dafür konnte sie ihre Drehstoßtechnik stabilisieren, was momentan viel wichtiger ist.
 
Glückwunsch an beide!

Eine kleine Gruppe aus der großen Trainingsgruppe von Jessica und Stefan fanden sich in Strausberg auf dem Gelande des "Sport- und Erholungsparks" zu den Offenen Regionalmeisterschaften Ostbrandenburg ein. Es war ein Wiedersehen auf dem Sportplatz, wo in den Osterferien das Trainingslager stattfand.

Bei sehr warmen Temperaturen und viel Sonne gingen in der U20 Timo und in der U18 Niklas und Jette an den Start.

Timo Rezek fand erfreulicherweise nach überstandener Erkältung und seinen Abiturprüfungen zurück zur Leichtathletik und konnte befreit von allen Zwängen über 100 m an den Start gehen. Er lief persönliche Bestzeit in 12,34 s und wurde Vizemeister! Noch besser lief es im Hochsprung, wo er nach viel zu langer Wartezeit ebenfalls eine neue Bestmarke aufstellte und 1,66 m überwand und nur knapp an 1,69 m scheiterte: Hier konnte er zum Ostbrandenburgischen Meister gekürt werden! Herzlichen Glückwunsch!

Niklas Griese war schon eine Woche zuvor in die Saison gestartet und war im heißen Stadion von Lichterfelde in den gleichen Disziplinen wie nun in Strausberg unterwegs. Über 100 m bestätigte er seine gute Form und konnte nun mit regulären Windbedingungen erneut 12,77 s sprinten. Im Weitsprung kam er allerdings nicht so gut zurecht und blieb unter 5 m (4,79 m).

Jette Balle ist schon länger in der Saison und war gleich in fünf Disziplinen gemeldet. Wegen der enormen Zeitverzögerungen ließ sie dann den Weitsprung aus und konzentrierte sich auf die restlichen Disziplinen. Mit Erfolg: Der Test über 100 m gelang mit einem Start-Ziel-Sieg, was enorm wichtig für ihre Psyche war. Hier wurde sie in der Wertung Vierte in 14,01 s. Noch besser lief es dann in den folgenden Übungen: Unter Anleitung ihres dritten Trainers Jörg Beinlich, der es erfreulicherweise ins Stadion schaffte und dadurch wichtige Betreuungsakzente setzte, stieg Jette nur knapp unterhalb ihrer bisherigen Besthöhe ein und legte schnell ihre Unsicherheiten im Anlauf ab und schraubte sich auf sehr schöne 1,41 m. Damit wurde sie gute Dritte! Wegen der Verzögerungen im Hochsprung musste sie anschließend hinüber hetzen zum bereits laufenden Kugelstoßwettbewerb. Noch völlig außer Atem und ohne einen einzigen Probestoß stellte sie sich in den Ring und stieß die Kugel über 60 cm weiter als bisher! Doch damit nicht genug, im vierten Versuch gelang ihr mit unerwarteten 8,61 m eine erneute persönliche Bestleistung und im fünften Versuch verzückte sie all ihre Unterstützer und verblüffte sich selbst mit 9,12 m! Das reichte, um auch hier Dritte zu werden. Im abschließenden Speerwerfen ging dann allerdings nichts mehr: Die Luft war raus und die Hitze unerträglich.

Des Weiteren machte die Familie um Andreas Michligk (M45) einen Ausflug nach Strausberg. Dabei warf Andreas seinen Diskuswurf auf neue Jahresbestweite 32,98m und wartete anschließend über vier Stunden auf seine Lieblingsdisziplin, den Speerwurf. Hier verletzte er sich erst kürzlich und lief deswegen äußerst vorsichtig an, um dann auch nicht mehr so explosiv wie sonst abzuwerfen. Nach nur einem Wurf auf immerhin 35,77 m gab er auf und dem Drängen seiner Familie nach.

Dafür konnte sein Sohn Jan Michligk seine unbändige Energie hier voll ausleben und in seiner Altersklasse M6 gleich viermal an den Start gehen und sich bei großen Teilnehmerfeldern gleich vier Medaillen um den Hals hängen. Dabei war er im Schlagballwerfen eine Klasse für sich: mit 19,00  m und knapp 7m Vorsprung gewann er sogar Gold! Da noch nie ein Rudower über 30 m sprintete, lief er bei seinem dritten Platz in 6,63 s sogar Vereinsrekord! Beim Weitspringen überzeugte er mit 2,25 m als Dritter und über 400 m lief er geduldig dem Feld zunächst hinterher, nur um dann auf der zweiten Hälfte den Turbo zu zünden, fast alle zu überholen und sich Medaille Nummer vier zu sichern!

Herzlichen Glückwunsch an alle!

   

Links  

 

 

verantw. Anne

 

verantw. Celina

   
© TSV Rudow 1888 e. V.